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🚨 Notfall

Dein Pool ist grün — Sandfilter

Mit einem Sandfilter hast du die besten Voraussetzungen um grünes Wasser schnell zu bekämpfen. Aber nur wenn du die richtige Reihenfolge kennst — und den häufigsten Fehler vermeidest.

Anderen Filter? Sandfilter Kartusche Desjoyaux
Filterbälle statt Sand? Dann gelten andere Regeln
Wer Filterbälle im Sandfilter verwendet darf nicht rückspülen — die Bälle verstopfen das Mehrwegeventil und beschädigen die Anlage. Filterbälle müssen manuell ausgebaut und unter fließendem Wasser oder in der Waschmaschine gewaschen werden. Auch Flockungsmittel ist bei Filterbällen verboten.
Warum passiert das immer wieder?
Grünes Wasser ist fast immer ein Messproblem. Wer nur pH und Chlor misst — und das noch mit Teststreifen — behandelt blind. Cyanursäure (CYA) steigt mit jeder Chlortablette und blockiert irgendwann das Chlor komplett. Der TA-Wert bestimmt ob der pH stabil bleibt. Beides zeigen Teststreifen kaum an.

Bei konsequenter Umsetzung aller Schritte 2–5 Tage. Das Wasser wird zuerst nicht mehr grün sondern trüb — das ist normal und ein gutes Zeichen. Die Algen sind abgestorben, der Filter filtert noch die Reste heraus. Nach weiteren 1–2 Tagen klärt sich das Wasser. Wichtig: Filter die ganze Zeit auf Dauerlauf lassen.

Als Faustregel alle 3–5 Jahre. Wichtiger als der Kalender sind die Anzeichen: Der Druck am Manometer sinkt nach dem Rückspülen nicht mehr auf den Ausgangswert. Das Wasser bleibt trüb obwohl Chemie und Filterzeiten stimmen. Du musst immer häufiger rückspülen. Oder du findest Sand im Pool — das deutet auf beschädigte Lateralen hin. Regelmäßiges Rückspülen verlängert die Lebensdauer, ersetzt aber den Sandwechsel nach mehreren Saisons nicht.

Beim Sandfilter ja — aber erst wenn das Wasser nicht mehr grün sondern nur noch trüb ist. Flockungsmittel bindet feine Schwebstoffe zu größeren Partikeln die der Sand zurückhalten kann. Wichtig: Flockungsmittel wirkt nur bei pH 7,0–7,4 — vorher pH messen. Und es gilt ausschließlich für Sandfilter — bei Filterbällen, Kartusche oder Desjoyaux ist es verboten.

Der häufigste Grund ist ein zu hoher CYA-Wert (Cyanursäure/Stabilisator). Ab etwa 75–80 ppm beginnt CYA das Chlor zu hemmen — ab 150 ppm ist die Wirkung stark eingeschränkt, auch wenn der Messwert gut aussieht. Das Chlor ist messbar vorhanden, aber nicht mehr aktiv. Einzige Lösung: Teilwasserwechsel. Dafür muss man aber erst den CYA-Wert kennen — Teststreifen zeigen ihn kaum zuverlässig an. Ein digitales Photometer ist hier unverzichtbar.

Als Faustregel gilt: Wassertemperatur in °C geteilt durch zwei ergibt die täglichen Filterstunden. Bei 26°C also ca. 13 Stunden. Bei grünem Wasser oder nach starkem Regen: Dauerlauf bis das Wasser wieder klar ist. Tagsüber filtern ist sinnvoller als nachts — der Filter läuft dann wenn der Pool genutzt wird und UV-Strahlung vorhanden ist.

Warum Teststreifen nicht reichen
CYA und TA lassen sich mit Teststreifen kaum messen
Teststreifen zeigen pH und Chlor — ungenau. CYA zeigen sie nur in groben Stufen, TA viele gar nicht. Beides sind aber häufige Ursachen für wiederkehrende Algenprobleme. Mit einem photometrischen Messgerät weißt du genau was in deinem Wasser ist — und behandelst nur was wirklich nötig ist.
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* Die auf dieser Seite genannten Richtwerte basieren auf allgemein anerkannten Branchenstandards und Sekundärquellen. Poolretter hat die DIN EN 16713-3 nicht im Original eingesehen. Alle Angaben ohne Gewähr — im Zweifelsfall beim Hersteller deiner Anlage oder einem Fachbetrieb nachfragen.